Nicht die Schweine sind skrupellos...
Achtlosigkeit war Gestern, Heute ist es bereits verbrecherisch. Dioxine (PCP's = Polychlorierte Biphenyle) in irischem Schweinefleisch. Über 20 Nationen sind mit Fleisch beliefert worden, das von Schweinen und (zum geringeren Teil) von Rindern stammt, die mit INDUSTRIEÖL verseuchtes Futter erhalten hatten.
Die Behörden bagatellisieren die 80 bis 200 fach überschrittene, zulässige Dosis des Langzeitgifts. Es bestehe keine akute Gefahr für den Verbraucher.
Folgt man jedoch den Forschungsergebnissen der vergangenen Jahre, dann sind bestimmte Dioxine (TCDD's und PCB's) als kanzerogen einzustufen, sie verursachen also Krebs. Die Mechanismen auf zellulärer Ebene sind bekannt.
Jeder Fachmann wird dies auf den ersten Blick bestätigen, Dioxine rufen erst nach über 25 Jahren gesicherten Krebs (Leber, Nieren, Immunsystem, Parenchym) hervor. Wer hier von "no problem" spricht, der verschließt beide Augen.
Die Verursacher sind nicht als Verunreiniger zu behandeln, sondern als kapitale Schwerverbrecher.
Die wiederholte Belastung mit den Stoffen in Industrienationen ist nur im Bereich der alternativen Nahrungsmittelproduktion minimierbar.
Deshalb nicht nur vor Weihnachten:
Boykott der konventionellen Nahrungsmittelproduktion.
Geld bereit halten für biologische, die Umwelt nachhaltig schonende Lebensmittel. Nicht glauben, dass Dioxine nicht schaden. Die haben ein gewaltiges Schadenspotential und schleichen im Geheimen in unsere Zellen, wo sie die normale Funktionalität behindern - am Ende steht ein großes Problem.
P.S. Kein Mensch hat auch nur die leiseste Ahnung welche Mengen an Dioxinen sich in unseren Lebensmitteln befinden, zumal die Kontrollbehörden seit Jahrzehnten humantoxische Pflanzenschutzmittel (der Ausdruck ist ein Witz!) tolerieren.
Anmerkung:
Dioxine und Furane sind Stoffe, die bei Verbrennungsprozessen, aber auch natürlich entstehen. Industrielle Verarbeitungsprozesse habe bis zum aktuellen Zeitpunkt zu massiven Inquinationen geführt, die Gesundheit und Wohlergehen der Bevölkerung beeinträchtigen.
Der Nachweis ist schwierig. Der bekannteste Unfall ist der SEVESO-Skandal (1976 in Seveso/Italien). Damals war bei der Firma ICMESA ein Kesselventil defekt und vergleichsweise große Mengen an Dioxinen gelangten in die Umwelt. Tiere starben, das Gebiet wurde zu einem Park umdeklariert. Die Entsorgung der Giftmüll-Fässer durch die Firma Roche war vor Pannen begleitet (nachzulesen bei: "Menschengifte sind überall").
Die EU zog damals Konsequenzen aus dem Vorfall, die nur eingeschränkt kontrollierbar sind. Dazwischen gab es Futtermittelskandale am Band und immer hieß es, dass für Leib und Leben der Bevölkerung nichts zu befürchten sei.


