Home Ökologisches Das Klima und die Affen

Das Klima und die Affen

Im Kopenhagen streitet sich die Weltgemeinschaft um eine Reduktion der Treibhausgase. Das Abschlusscommuniquè verschiebt bis 2012 30 Milliarden Dollar an die Entwicklungsländer zur Verringerung der CO2 Emissionen. Mehr als zwei Grad Klimaerwärmung wollte man nicht dulden, jetzt wird um 1,6 Grad gepokert...

 

Ein voraussehbares Trauerspiel mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Menschheit. Über viel Geld wurde gesprochen und verhandelt. Japan und die Europäische Union zeigten sich willig und machten Gelder locker -  ebenso wie viele andere Staaten -  als ein Zeichen des guten Willens - aber bloß nicht zu gut!

 

China, die USA, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate sorgten auf jeden Fall dafür, dass aus der Abschlusserklärung keine wirklichen Konsequenzen folgen müssen. Sie bleibt eine wage Absichtserklärung und degradiert die zivilisierte Welt zu einer Horde sich streitender Affen.

Wenn man Affen vorschlägt eine Banane sofort zu essen, oder alternativ vier Bananen in vier Stunden, dann entscheiden sie sich für - raten Sie mal!
Auf die gleiche Art und Weise versuchen die Politiker nun das Abwendbare zu einer Katastrophe werden zu lassen. Es fehlt an Bildung und Weitsicht, um erkennen zu können, dass die Uhr bereits tickt und dass wir an einen point of no return gelangen werden, der weitere Verhandlungen überflüssig machen wird.

Die Natur kennt keine endlosen Kompromisse, sie bewegt sich in Margen. Wenn das System überfordert ist, dann beginnt es zu kippen. Nicht 20.000 Jahre lang, sondern wenige Monate vielleicht, um dann einen neuen Zustand zu erreichen, der eine höhere Stabilität verspricht. Dieser neue Zustand kann bedeuten, dass wir zu wenig Luft zum Atmen haben werden. Dann helfen keine Pläne mehr, dann hilft auch kein Jammern, dann ist es einfach und nüchtern, definitiv und ein für alle Male zu spät.

Wenn ein See ökologisch überfordert wird, dann kippt er. Die Fische schwimmen dann von einem zum anderen Tag mit dem Bauch nach oben, Wer verspricht mir, dass wir nicht gerade dabei sind das Weltklima kippen zu lassen?

Deshalb ist  und bleibt es unverständlich, weshalb Wähler zusehen, wie ihre Lebensgrundlage von unfähigen und korrupten Politikern zunichte gemacht wird. Die Wahlkampfthemen des Herbstes waren fast ausschließlich wirtschaftlicher Natur. Dass sich Geld nicht atmen oder essen läßt, das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Dass wir dringend handeln müssen bleibt Bürgerpflicht und sollte sich schnellstens herumsprechen.

Wenn jeder einzelne seinen Teil beiträgt, dann ist das zwar hilfreich, aber längst nicht genug. Wir benötigen eine bundesweite Welle des Klimaschutzes. Eine Bewegung von unten, die neue Konzepte mitentwickelt und den Druck auf die Hauptverschmutzer vergrößert. So wie damals ANTI-Atomkraft mobilisiert wurde, müsste jetzt gegen Klimaveränderung mobil gemacht werden.
Aber hier beginnt das Drame. Atomkraftwerke geben Rauchzeichen. Die Klimaerwärmung scheint positiv (schließlich wird es wärmer, und die Russen behaupten sogar in Sibirien Heizkosten sparen zu können), sie erhält einen Touch von "na so schlimm wird es schon nicht werden...!Ein warmer See ist schließlich gut zum Schwimmen!"

Warme Seen veralgen und sterben schließlich ab.

"Ich möchte bitte vier Bananen, gerne auch erst übermorgen!"

 
Unityall!-Community

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben