Die entscheidende Phase
Viele wichtige Sozialisationsprozesse finden in den ersten drei bis vier Lebensjahrren statt. Wer hier Zuwendung und Energie einsetzt, der spart viel Ärger in den späteren Lebensjahren.
Die Entwicklungsphysiologie hat viele entscheidende Stadien und Stufen formuliert: Das Kind beginnt sicher zu laufen, es spricht Wörter nach, formuliert kleine Sätze, spielt mit komplizierteren Gegenständen und wird sozial aktiv.
Die wichtigsten Fehler sind:
- Inkonsequenz ("du darfst nicht..." - ohne dafür zu sorgen, dass es geschieht)
- Ein Junge/Mädchen/man tut das nicht
- Gleichbehandlung (mein Kind ist mein Kumpel, wir sind Partner)
- Deprivierung (das Kind wird sich selbst überlassen und erhält kein geeignetes Feedback)
- gelebte, wenn auch nur unterschwellige Aggression (das Kind lernt Probleme mit Gewalt zu lösen)
- depressive Stimmung (das Kind wächst in einem Umfeld der Problematisierung und des Missmuts auf)
- übertriebener Aktionismus (das Kind wird immer in Trab gehalten - keine Langeweile - Daueranimation ist Pflicht)
- keine Ruhezeiten (das Kind erhält nur unzureichend Schlaf und Auszeit)
Glücklicherweise helfen in vielen Fällen der Kindergarten und erfahrene Erzieher/innen weiter, so dass niemand auf sich selbst gestellt sein muss.
Moderne Medien gehören aus meiner Sicht nicht in das Alter von 0-2. Ab 3 Jahren können kleine Filme (maximal 30 Minuten) den Alltag belustigen. Als Nachmittagsfüller sind sie jedoch ungeeignet und sorgen nicht selten für Folgeprobleme (Schlafstörungen, ADHS, Sozialisationsstörungen).


