Gesundheitslügen
Gesundheit ist dann Thema, wenn sie gefährdet scheint. Gesundheit darf dann kosten, wenn sie ohne Zuschuss nicht zu erhalten ist. Gesundheit darf aber erst dann teuer werden, wenn die Grenze naht.
Das ist normal.
1. Lüge: Gesundheit folgt wirtschaftlichen Gesetzen. Sprich, wir können Gesundheit auf Sparflamme gewährleisten.
Politiker und so genannte Gesundheitsexperten versuchen seit etwa 15 Jahren uns weißmachen zu wollen, dass der Gesundheitssektor zum Sparsektor gehört. Es gibt genug Geld, lediglich die Verteilung ist besser zu organisieren. Sieht man davon ab, dass in dieser Behauptung immer auch ein Quäntchen Wahrheit steckt, dann lässt sich nicht erkennen, wie ein hohes Maß an Prävention und Gesundheitspflege bei hoher Qualität auf niedrigstem Kostenniveau zu realisieren sein soll. Laboranalysen kosten Geld - immer mehr, weil sie immer mehr erkennen können. Best ausgebildete Ärzte sollten nicht zu einem Hungerlohn angestellt werden, ebenso wenig wie Pflege- und Assistenzpersonal, und technische Einrichtungen müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden.
Wer hier spart, der spart immer an der Qualität und verspricht viel für wenig, so wie Banker in den letzten Jahren hohe Renditen für wenig Input versprochen haben. Die Ergebnisse sind bekannt.
2. Lüge: Gesundheit ist Schicksal. Wer gesundbleibt hat Glück, wer krank wird, der hat schlechte Gene.
Natürlich hängt Gesundheit auch am Faden des Fatum. Die präventiven Möglichkeiten werden aber nur unzureichend genutzt. Es gibt keine oder nur wenige Präventionsangebote für Schüler. Die Schule lehrt Gesundheit nicht als mögliches Interventionsfeld mit konkreter, individueller Einflussnahme, sondern als externes Aktionsterrain fremder Mächte.
Gesundheit ist erlernbar in hohem Maße und mit Erfolgsquoten wie zu Zeiten der Hygienepäpste, als Waschen und Desinfizieren die Vorherrschaft der Bakterien beendete. Wir brauchen moderne Vorbeugungs-Module (wie z.B. www.biotrain.de), damit Gesundheit zu einem aktiven Lebensfaktor werden kann.
3. Lüge: Die klassische Medizin (Allopathie) ist unmenschlich und die Alternativen sind meist Scharlatane.
Es hat immer Schamanen und Heiler gegeben, die sich vom Feld der gängigen Meinungen abgegrenzt haben. Sie waren deshalb nicht besser order schlechter. Die Allopathen haben in den letzten Jahrzehnten - nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen wissenschaftlichen Qualitäten - mit viel Arroganz und Hochmut Sympathien beim einfachen Volk verspielt und damit den Boden für alternative Heilweisen bereitet. Diese genießen aktuell eine breite Akzeptanz, auch wenn ihre Wirksamkeit häufig im Bereich mentaler Plazeboeffekte zu suchen ist. Trotz alledem und alledem würde kein Mensch heute Operationen standardmäßig mit einer Akupunkturnarkose durchführen lassen und auf der anderen Seite keiner seinen liebgewonnenen Heilpraktiker gegen einen harten Wissenschaftler eintauschen wollen, der zwar sein Recht beweisen, aber nicht emotional vermitteln kann.
Es bedarf profunder Insiderkenntnisse, um die einzelnen Phänomene von Allopathie und Alternativmedizin einigermaßen balanciert bewerten zu können. Wir brauchen trotzdem beide. Die Synthese von Hard- und Softcore bietet den richtigen Mix.
Am Ende steht: UNITYALL.DE. Verbinde das, was da ist, und du bist auf der besten Spur!


