Home Gesundheitliches Depression ist männlich

Depression ist männlich

Nach Enke und Deissler spricht Deutschland wieder über die heimliche Epidemie: Die Depression.

Wenn Fussballmillionäre das Leben nicht mehr lebenswert finden, wenn also diejenigen, die keine finanziellen Sorgen haben und mit Ballspielen ihren Lebenunterhalt verdienen (zugegebenermaßen als Gladiatoren) , dem Leben ein Ende bereiten möchten, dann beginnt der Normalbürger Fragen zu stellen:

 

Was ist das Depression?

 

Primär ist es in seiner finalen Ausprägung - dem Suizid -  männlich. Weit mehr Männer als Frauen und weit mehr ältere als jüngere (wen wunderts!?) suchen den Freitod (obwohl kein Mensch weiß, ob sie danach wirklich frei sind!). Dies geschieht offenbar aus einem inneren Antrieb heraus, der mit einem hormonellen Ungleichgewicht in Zusammenhang steht. Glückshormone werden rar, die dunklen Farben gewinnen die Oberhand. Die Motivation lässt nach, Lustlosigkeit und soziale Vereinsamung werden immer stärker. Oft sieht man sie mit Tieren (Enke und die Viecher!), häufig sind sie eher wortkarg und lächeln still, als gäbe es ein tieferes Wissen um ihre Gestimmtheit. Wenn keiner fragt, werden sie nicht antworten. Und wenn sich jemand nach ihnen erkundigt, dann wenden sie sich all zu oft mit einer fadenscheinigen Begründung ab.

Am Ende scheinen die Welt befriedet, der Plan gefasst, die Bahnlinie ausgewählt und die Probleme gelöst.

Zurück bleiben die erschrockenen und verstörten Angehörigen. Sie sind die eigentlichen Leidtragenden. Denn ihnen bleiben alle Probleme und all das, was nicht ausgesprochen wurde.

Der emotional bewegte Zuschauer gibt sich ein Stelldichein und bläst laut in alle Posaunen. Die Medien veranstalten ein riesiges Humbatätärä und fragen pickiert nach Schuldigen und Verantwortlichen. Es kann nicht sein, was in dieser sauberen Gesellschaft nicht sein darf.

Jeder Mensch hat etwas Depressives. Früher nannte man es Melancholie. Jeder hat früher oder später seine depressive Phase und sollte mit etwas Geschick wieder einen Weg ans Licht finden. Es sei denn, man hat ihm kein Handwerkszeug mitgegeben.
Handwerkszeuge sind:

  • Offenheit trainieren
  • Gespräche führen
  • Vertrauen fassen
  • Frust ertragen
  • Probleme aktiv angehen
  • Gefühle wahrnehmen und ausdrücken
  • Internes Bewusstsein stärken (www.biotrain.de)

 

Weder Deissler, noch Enke hatten offensichtlich genügend Handwerkszeuge, um mit der psycho-/physiologischen und äußerlichen Situation in geeigneter Weise umgehen zu können. Sie werden nicht die letzten sein, denn unsere Soziität bietet keine Handhabe für dieses "Krankheitsbild". Dabei ist Depression nur die extreme Abart eines Gestimmtseins, welches - je nach biochemischer Ausprägung -  bereits eine umfassende Bekanntheit in der gesamten Population erfahren hat . Jeder kennt also "Depressives". Allein die Mittel, sich dagegen zu wehren unterscheiden sich.

Hier wird einer ANTI-DEPRESSIONS-KULTUR das Wort geredet, die trainierbar ist. Jeder kann Gesundheit trainieren. Jeder kann damit auch Stimmung und Krankheit trainieren. Es gibt ausgefeilte Programme zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung und der Sprachkultur. Wir verweilen im Verschreiben von Pillen und im fassungslosen Schulterheben ohne uns über die Kraft der vorhandenen Mittel im Klaren zu sein. Selbst Ärzte haben in der Mehrzahl der Fälle keine Ahnung, was eine geeignete Pädagogik und ein umfassendes Gesundheitstraining verbessern können. Wir müssen nur rechtzeitig damit beginnen.

Für Enke kam jede Hilfe zu spät. Er konnte sich nicht mehr an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen. Deissler lebt zwar, aber er heult wie ein Schoßhund (wenn man dem glauben darf, was er in der "Zeit" kürzlich von sich gegeben hat. Er hat dazugelernt und hält sich am Leben. Aber die Konsequenzen konnte er noch nicht ziehen. Die traditionelle Medizinschiene sucht noch immer nach abhängigen Gläubigen.  Ein Künstler, wer sich nicht fangen lässt und ihrer passiven Machart unterliegt: "Hier Pille - du wieder Gesund!"

Wer im Vorfeld Genetik und Schicksal anführt, der hat noch keine neuere Literatur aus dem Bereich der Epigenetik und der Psychoneuroimmunologie gelesen.

Deshalb Leute!

"Jetzt trainieren, um im Alter zu profitieren."

Das ist kein Floh aus meiner Feder, sondern eine allgemein anerkannte Weisheit der Präventologen. Leider gibt es Widerstände und leider gibt es die ganz Schlauen, die darin keine Lust oder keinen Sinn erkennen können. Ok, für die gibt es andere Plattformen!!!

 
Unityall!-Community

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben