Ein Regentag
Es ist nichts...
Es ist nur ein Regentag.
Einer dieser verfluchten Schifftage,
da die Seele in tiefste Gewölbe hinabfährt,
immer schneller,
als gäbe es kein Zurück.
Da die Spur des Vegetativums
wie die EKG-Linie eines Verstorbenen
einen gleichförmigen Faden zieht,
der dem Tod zu folgen scheint.
Ein Tag aus Grau und
banalem Einerlei,
ohne Höhen,
eine einzige Tiefe.
Kein Sonnenstrahl erhellt die Sicht,
kein Licht im Schatten,
alles trist,
ein schwarzes Loch,
der Boden fehlt.
Es ist nicht Depression,
die hier firmiert,
es ist nicht Trübsal ohne Ausweg,
ein Tag nur,
Regen,
feuchte Kälte.
Dort wo die finstre Nacht
dich greifen will
und zerren dich
in ihren leeren Schlund,
dort wächst verborgen
in der Stille,
ein kleines Pflänzchen
namens Hoffnung.


