Lysis
Der Tag hat sich zersetzt.
Das rechte Auge brennt,
nach flüchtiger Berührung.
Die Knochen drücken auf das Stuhlpolster
und harren des nächsten Reizes.
Der Kopf lehnt schwer vom Tageswerk.
Endlose Gedanken drängen sich im überhitzt Cephalen
und finden keinen Trost im kühlen Morgen.
Im Schlaf verschwimmt die Alltagslast,
der stete Tropfen kalkt die Not.
Wenn Licht an fahlen Zellen bricht,
dann scheint die Hoffnung federleicht,
dass selbst das tiefste Schwarz
die Nacht nicht überlebt.


