Home Biophrenologie-Praxis Konsequenzen für die ethische Praxis

Konsequenzen für die ethische Praxis

 

Hier finden Sie eine Auflistung der Kernaussagen (es gilt auch immer die weibliche Form):
 
  • Die Biophrenologie beschäftigt sich mit dem belebten Sein (dabei ist belebt sehr weit gefasst, siehe auch unter "Definition").
     
  • Leben gilt als beseelt. Letztlich ist alles Leben eine Art quantenphysikalische Information. Es prägt sich in unterschiedlichen kosmischen Zuständen verschiedenartig aus, verliert aber seine Wesenhaftigkeit oder Entität nicht. Es bleibt dadurch unsterblich, wechselt also nur die Dimensionalität.
  • Leben ist sinnhaft und notwendig. Der auf die Welt Geworfene soll offenbar leben (eventuell auch Leid ertragen). Leben ist vollendet zu leben, weshalb Suizid oder vorzeitiges Ableben (Sterbehilfe - von Ausnahmen abgesehen) abgelehnt werden. Im Leben verbessert er seine Wesenhaftigkeit und erreicht die folgende Dimensionalität.
     
  • Die Bewahrung und Achtung anderer Wesenhaftigkeit (oder die Achtung vor dem Leben [Albert Schweitzer, Mahatma Gandhi, Dalai Lama]) hat höchste Priorität, ist aber durch das Unbewusste und Unvollkommene dieser Erdenpräsenz immer wieder in Frage gestellt (Nahrung, Ökologie).
     
  • Der Biophrenologe ist nicht im alt hergebrachten Sinne religiös. Religionen werden toleriert und gewürdigt, sofern sie Andersartigkeit ebenfalls dulden. Wie der Agnostiker macht der Biophrenologe keine Aussage über Gott, erkennt bestenfalls eine Art göttliches Prinzip, dass allem innewohnt und alles durchwirkt. Die Biophrenologie vertritt damit eine Art Weltreligion, die die verschiedenen religiösen Strömungen unter einem Dach akzeptieren und tolerieren kann.
     
  • Diskrimination und aggressive Formen des "-ismus" lehnt die Biophrenologie ab. Die Koexistenz des Wesenhaften und Beseelten liegt dem Biophrenologen in allem Tun am Herzen.
     
  • Biophrenologen erlernen emotionale Kompetenz und Stabilität. Der ausgebildete Biophrenologe fördert bewusste Entwicklung im Sinne eines Kant'schen Imperativ[1], der das Wohl der Gemeinschaft sucht und dem Einzelnen einen großen Entwicklungsspielraum für die optimale Ausprägung seiner Selbst (Autonomie) bietet, ohne dass dieser soziale Belange aus den Augen verliert.
     
  • Die Biophrenologie ist ökologisch (siehe oben) orientiert und möchte wirtschaftliches Wachstum zum Wohler aller. Jedoch postuliert sie dafür Kreisläufe, die - wie in der Natur als sich wiederholende Zyklen - Nachhaltigkeit und Balance versprechen. (Überhöhte Gehälter für Spekulanten und gierige Manager fänden hier keinen Nährboden.)
     
  • Erziehung, Ausbildung und Lehre besitzen einen besonderen Stellenwert, da nur durch Bewusstseinbildung und Arbeit an den eigenen Ressourcen eine Verbesserung der Verhältnisse weltweit und individuell geschaffen werden können. Feedback-Techniken und spezielle Bewusstseins-Trainings helfen zu verdeutlichen, wo die eigentlichen Werte und Sinninhalte zu finden sind, um Leben in seiner Fülle spürbar werden zu lassen.
     
  • Der Biophrenologe ist ein "homo politicus", der die demokratische Entwicklung vorantreibt. Er toleriert und verbindet. Er fördert und verbessert. Er arbeitet für die Gemeinschaft und vergisst dabei niemals seine eigenen und die Belange seiner Familie. Kinder sind ihm ein wichtiger Lebenssinn. Ein kranker Notarzt kann keine erste Hilfe leisten!
     
  • Gesundheit und Wohlbefinden/Wohlstand für Viele sind Ziele biophrenologischen Denkens. Der Einzelne steht im Mittelpunkt. Im Bezug zur Gemeinschaft erhält er Stütze und bietet seine Talente. Gesundheitsgerechtes Verhalten führt zu langem Leben und verbessert die Chance biophrenologischer Vervollkommnung, deshalb ist es erstrebenswert.[2]
     
  • Der Biophrenologe lehnt Gewinnmaximierung um jeden Preis ab. Er verabscheut Krieg und Gewalt und setzt sich ein für eine Welt der kontrollierten Waffengewalt. Diktaturen und korrupte Staatssysteme (Oligarchien) sind ihm ebenso zuwider, wie Monarchien und kapitalistische Seilschaften. Die Gleichbehandlung der Geschlechter ist ihm wichtig, ebenso kämpft er für ein durchlässiges Schulsystem, das Chancengleichheit optimiert.
     
  • Die Einzelleistung des Individuums (Erfinders, Künstlers, Unternehmers, Sozialdienstleistenden etc.) ist zu würdigen und zu fördern. Einseitige Fördermaßnahmen, die zu Ungleichgewichten führen, sind zu unterlassen (keine Gelder aus öffentlichen Händen für Banken oder Unternehmen zu Spekulationszwecken oder einseitiger Bereicherung).
     
  • Die Biophrenologie stärkt die Schwachen und begrenzt die Starken. Leistung soll sich lohnen und wird gewürdigt und gefördert. Übermaß und extreme Ausschweifung verschlechtern das Lebenskarma und sind ebenso wie Überheblichkeit, Arroganz und die Unfähigkeit zu verzeihen und um Verzeihung zu bitten, Zeichen einer bedenklichen, unphrenologischen Entwicklung.


[1] In vereinfachter Form lautet der Kategorische Imperativ des Immanuel Kant (1724-1804): "Handle so, dass die Maxime (= subjektive Verhaltensregel) deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte." In modifizierter Form ist er hier gut anwendbar, z.B nach UNOLD: »Lebe und handle so, dass du dich und das Ganze (Volk und Menschheit) erhältst« (Gr. d. Eth. S. 331, vgl. S. 335)
[2] Der Hirnforscher Ernst Pöppel schreibt in seinem 2006 im Hanser Verlag erschienenen Buch "Der Rahmen": 
„ Es geht darum, dass wir durch die Instrumentalisierung unserer selbst (und dies ist für mich eines der Hauptprobleme unserer Gesellschaft) für Störungen unserer Befindlichkeit nicht mehr verantwortlich sind und wir es nicht mehr als unsere Aufgabe ansehen, unser Leben selbst zurechtzurücken. Das Leiden (insbesondere das Klagen) ist sozialisiert (auch eine Form des Sozialismus), und wenn ich mich schlecht fühle, dann ist die Solidargemeinschaft dafür verantwortlich, dass es mir wieder besser geht.
Hierin drückt sich auch eine Verweigerung aus, mit sich selbst in Kontakt zu treten. Die Mühsal, Selbst-Transparenz herzustellen, ist in der Tat eine Mühsal. Man bleibt sich lieber fremd. Wie anstrengend es ist, mit sich selbst Kontakt aufzunehmen, kann jeder selbst mit einem Spiegel versuchen. Man schaue in den Spiegel, jedoch nicht mit der Absicht zu überprüfen, wie man aussieht, sondern man schaue sich selber ins Gesicht, ohne den Blick abzuwenden. Kaum einer kann es ertragen, sich länger als einige Minuten ins Gesicht zu sehen.. Manchmal muss man voller Entsetzen den Blick vom eigenen Gesicht, vom eigenen Selbst abwenden."

 

 
Unityall!-Community

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben